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7 Dinge in Danzig und Umgebung, die man gesehen haben sollte

Danzig, eine idyllische Stadt an der Mottlau, deren aufregende Geschichte über 1000 Jahre zurückreicht, ist eine Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten.

Im Krieg wurde Danzig durch sowjetische Truppen nahezu vollständig zerstört, doch fast alle Gebäude wurden nach historischer Vorlage rekonstruiert.

Fast alle dieser Sehenswürdigkeiten finden sich in der historischen Rechtstadt (Glowne Miasto), auf nur wenigen 100 Metern, die Fußwege sind also sehr kurzweilig. Die Hauptstrassen der Rechtstadt, die Langgasse, sowie der Lange Markt, beherbergen die meisten der interessanten Gebäude.

Darüber hinaus lohnen jedoch auch Ausflüge in die nähere Umgebung Danzigs. An der Küste sowie auf der Halbinsel Hel findet man wundervolle Strände. Die Seenlandschaft Pommerns mit ihren Wäldern und Feldern ist einmalig und großartig, und die Marienburg in Malbork sollte man keinesfalls verpassen — majestätisch, rau und schön zugleich.

1. Die Marienkirche (Bazylika Mariacka)

Hinter dem Rathaus erhebt sich die Marienkirche wie für die Ewigkeit gebaut.

Mit 105 Metern Länge und 66 Metern Breite ist sie eine der größten Backsteinkirchen der Welt. Im Inneren der dreischiffigen Hallenkirche, mit ihrem filigranen Netz- und Sterngewölbe und den 37 riesigen Fenstern, finden bis zu 25.000 Menschen Platz.

Große Teile der kostbaren Innenausstattung gingen leider im Krieg verloren, erhalten sind 500 Grabplatten, der dreiflügelige Hauptaltar und die Kopie des weltberühmten Bildes: „Das jüngste Gericht“ von Hans Memling, das Original hängt im Nationalmuseum.

Eine der größten Attraktionen der Kirche ist die 12 Meter hohe astronomische Uhr von 1470, welche täglich um 12 Uhr ihr Figurenspiel in Bewegung setzt.

Keinesfalls sollte man die Besichtigung des 80 Meter hohen Turmes auslassen, der Ausblick auf Danzig ist fantastisch. Allerdings braucht man für die 400 Stufen doch eine gewisse Ausdauer und schwindelfrei sollte man noch dazu sein.

2. Die Frauengasse (ul. Mariacka)

Die Frauengasse

Zwischen der Marienkirche und der Uferpromenade an der Mottlau befindet sich die Frauengasse, wohl eine der schönsten Strassen Danzigs.

In den schmalen, reich geschmückten Bürgerhäusern mit erhöhten Terrassen, den berühmten Beischlägen, finden sich viele Bars und Cafés, welche zum Verweilen einladen.

In den Kellern der Häuser finden sich viele kleine Galerien, Kunsthandwerksläden und Bernsteinwerkstätten. Wer ein Souvenir aus Bernstein mit nach Hause nehmen möchte, ist hier definitiv richtig.

3. Der Artushof

Erstmalig erwähnt wurde der Artushof bereits 1342.

Zunächst diente er als Treffpunkt reicher Adliger und Kaufleute, bis heute erinnert eine Biertheke an diese Zusammenkünfte.

1476 brannte das Gebäude ab und der Hof wurde im Stil der Spätgotik wieder aufgebaut. Es folgten jedoch Umbaumaßnahmen im Renaissancestil und später kamen eine Attika sowie die Skulpturen an den Fenstern hinzu, welche die Tugenden der Bürgerschaft symbolisieren.

Sehenswert ist das pompöse Interieur des Hofes. Neben einigen Gemälden aus der Renaissance und Plastiken aus der Spätgotik, vor allem der 12 Meter hohe Renaissance-Kachelofen von 1546 mit 268 farbigen Kacheln und „Das jüngste Gericht“ von Anton Möller.

4. Das Bernsteinmuseum

Das Harz aus der Ostsee ist so eng verbunden mit der „goldenen“ Stadt, dass dieses Museum eigentlich ein absolutes Muss ist.

Im dem historischen Gebäudekomplex, in dem sich einst Folterkammer, Pranger und das Stadtgefängnis befanden, kann man heute auf 5 Stockwerken die Entstehungsgeschichte, den Gewinn, die kunstvolle Verarbeitung und die Handelswege von Bernstein erkunden.

Moderne Architektur, multimediale Elemente und moderne Installationen machen die Ausstellung absolut sehenswert.

Darüber hinaus widmet sich die Ausstellung auch der Geschichte des Gebäudes: Im backsteinroten gotischen Stockturm, der mit der Peinkammer verbunden ist, sind heute noch Fuß-, Hand- und Halsfesseln sowie Folterinstrumente in den Zellen zu sehen.

5. Die Westerplatte

Auf der Westerplatte wurde Geschichte geschrieben.

Am 1. September 1939 wurde das polnische Munitionslager, welches auf der Halbinsel in der Weichselmündung stand, vom Deutschen Schiff „Schleswig -Holstein“ unter Beschuss genommen — dies war der Beginn des 2. Weltkrieges.

1.500 deutsche Soldaten griffen mit schweren Geschützen und Flugzeugen die auf der Westerplatte stationierten 182 polnischen Soldaten an. Es war jedoch kein leichtes Unternehmen, wie die Deutschen eigentlich erwartet hatten. Die polnischen Verteidiger leisteten sieben Tage lang erbitterten Widerstand, bis sie kapitulierten.

Von den Kämpfen zeugen heute noch die zerstörte Kaserne, der Bunker und eine kleine Ausstellung in einem Wachhaus. Seit 1966 erinnert das Westerplatte-Denkmal an die Kämpfe von 1939. Für die Polen ist die Westerplatte heute noch das Symbol des Widerstandes gegen Nazideutschland.

6. Die Halbinsel Hel

Die Halbinsel Hel

Zwischen Dünen und Kiefernwäldern — Hel ist definitiv einen Tagesausflug wert.

3 mal täglich fährt eine Fähre der weißen Flotte von Danzig oder Sopot nach Hel (hier finden Sie den Fahrplan der Fähre). Alternativ fahren Sie mit dem Auto, die Fahrzeit beträgt je nach Verkehr bis Władysławowo ca. 1 Stunde.

Die Südseite der Halbinsel, die sogenannte Putziger Bucht, ist ideal für Wassersportfans. Während die Nordseite wundervolle Sandstrände bietet, welche sich für lange Spaziergänge eignen.

In dem kleinen Fischerort Hel, an der Südspitze der Halbinsel, lohnt vor allem der Besuch der Seehundkolonie. Darüber hinaus lockt der Ort mit breiten Stränden, malerischen Dünen, und zahlreichen kleinen Kneipen, die sehr einfache, aber schmackhafte Fischgerichte anbieten.

Weitere Informationen zu Hel finden sie auf der Webseite des Ortes.

7. Malbork (Marienburg)

Marienburg

Malbork ist die alte Hauptstadt der Kreuzritter und die größte gotische Festungsanlage Europas. Sie erreichen die Stadt von Danzig aus ganz einfach mit dem Auto, der Zug benötigt ebenfalls nur 45 Minuten.

Die Marienburg, majestätisch, rau und gleichzeitig schön, ist heute auf der Liste des UNESCO-Weltkultur- und -Weltnaturerbes, und kann bei verschiedenen Führungen besichtigt werden. Unter anderem ist eine nächtliche Schlossbesichtigung möglich. Hier finden Sie weitere Informationen über das Schlossmuseum und die Führungen, auch Ihre Eintrittskarte können Sie hier direkt online erwerben.

Malbork ist jedoch nicht nur die Burg. Bekannt ist die Gegend auch für seine sogenannte Zulawy-Landschaft. Einst ließen sich niederländische Protestanten hier nieder, die der Stadt die einmaligen Häuser mit Galerien und ein Kanalsystem hinterlassen haben.

Verpassen Sie also nicht, auch die Stadt zu erkunden — Sie ist es wert.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß in Danzig.

Hinterlassen Sie mir doch einen kurzen Kommentar, ob ihnen der Artikel gefallen hat und erzählen Sie mir, was sie so in Danzig so erlebt haben.

P.S. Falls Sie den Abend, nach der Erkundung der Stadt und Umgebung, noch gemütlich ausklingen lassen wollen, finden Sie hier 5 Bars und Cafés in Danzig, die einen Besuch lohnen.

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